Die Einheit Westenfeld besuchte jetzt den landwirtschaftlichen Betrieb Japes, um im Falle eines Brandereignisses vorbereitet zu sein. Dort sind u.a. zahlreiche Pferde in Boxen untergebracht.
Bereits bei der Anfahrt wurde den Wehrleuten vermittelt, im Ernstfall auf laute Signale zu verzichten, um die Tiere nicht zusätzlich zu beunruhigen – ein Aspekt, der in Handlungsempfehlungen zum Brandschutz in Betrieben mit Pferdehaltung hervorgehoben wird.
Am Übungsobjekt wurden die Zufahrtswege, Wasserentnahmestellen und die Lage der Stallungen erkundet.
Neben der „Brandbekämpfung“ wurde der Fokus auf die Tierrettung gelenkt. Ziel war es, die Pferde strukturiert und ohne Panik aus den Boxen über vorbereitete Fluchtwege in zuvor festgelegte Sammelbereiche zu führen.
Schwerpunkt der Übung war das sichere Anlegen von Halftern und Führleinen bzw. Stricken sowie die ruhige, bestimmte Leinenführung der Pferde.
Die vorbereiteten Rettungswege führten direkt in eingezäunte Bereiche wie Reitplatz oder Koppel, um zu verhindern, dass die Tiere unkontrolliert über Straßen oder durch den Ort laufen.
Pferde neigen dazu, in Stresssituationen in den vertrauten Stall zurückzulaufen – ein Verhalten, das im Brandfall tödlich enden kann und gezielte Übungen zur Leinenführung und Evakuierung umso bedeutsamer macht.
Mit der realitätsnahen Ausbildung, die gezeigt hat, wie wichtig Ortskenntnis, klare Absprachen mit Stallbetreibern und ein routinierter Umgang mit Pferden im Ernstfall sind, stellt sich die Einheit Westenfeld den besonderen Herausforderungen der Tierrettung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Mensch und Tier in der Region.
Vielen Dank an die Hofbetreiber für die gewährten Einblicke und die anschauliche Vermittlung sicherheitsrelevanter Aspekte im Umgang mit den Tieren und ihrem Verhalten.




