Förderverein der Einheit Langscheid schafft Rauchwarnmelder an
Feuerwehrleute kommen, um zu helfen – bei Bränden, Unfällen oder in Notlagen. Doch was, wenn plötzlich das eigene Feuerwehrhaus brennt und zur Einsatzstelle wird?
Solche Fälle treten bundesweit immer häufiger auf. Für die betroffenen Einsatzkräfte ist das ein Albtraum: Ohne Zugang zu Schutzausrüstung und Einsatzfahrzeugen können sie nur zusehen, bis Nachbarwehren eintreffen. Dabei vergeht wertvolle Zeit und der Schaden ist oft enorm.
Gerade in ländlichen Gebieten bleibt ein Brand lange unbemerkt. Nur rund 2,5 Prozent der über 32.000 Gerätehäuser in Deutschland sind ständig besetzt. Meist schlägt erst ein Nachbar Alarm, wenn Flammen aus den Fenstern schlagen.
Durch moderne Technik und Akkus, die ständig geladen werden, ist das Brandrisiko höher als je zuvor. Auch Desinfektionsmittel, Kraftstoffe und andere brennbare Stoffe in den Fahrzeughallen erhöhen die Gefahr.
Der Förderverein der Feuerwehr Langscheid hat jetzt gehandelt: In Fahrzeughalle, Umkleide und sogar in den Einsatzfahrzeugen überwachen nun „smarte Melder“ Räume und Fahrzeuge dauerhaft auf Rauchentwicklung. Tritt eine solche auf, geben die Melder einen lauten akustischen Alarm ab und leiten die Meldung gleichzeitig an eine Smartphone‑App. So werden verantwortliche Kameradinnen und Kameraden auch außerhalb des Hauses sofort informiert und können schnell reagieren, etwa Einsatzfahrzeuge in Sicherheit bringen oder weitere Maßnahmen einleiten.
„Uns allen ist bewusst, dass wir für die Bürgerinnen und Bürger da sind, wenn es brennt – aber wir müssen genauso dafür sorgen, dass unser eigenes Haus sicher ist.
Mit den kostengünstigen und sehr effektiven Rauchmeldern investieren wir nicht in Beton und Blech, sondern in die Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehr. Jeder Euro, den wir hier vorbeugend einsetzen, kann im Ernstfall ein Vielfaches an Schaden verhindern – und vor allem dafür sorgen, dass wir im Notfall auch wirklich ausrücken können“, so Sascha Feldmann vom Förderverein.




