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Einheit Stemel
Einsatzbereich 4

Einheit Stemel

Einsatzabteilung

In der Einsatzabteilung sind die aktiven Kräfte der Einheit Stemel, die zu Einsätzen ausrücken. Sie wird geleitet von den Einheitsführern Tobias Pommeranz und Christian Stein.

Der Übungsdienst findet in geraden Kalenderwochen Mittwochs ab 19 Uhr statt.

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Stemel

Bereits 1986 wurden Aufzeichnungen entdeckt, aus denen hervorgeht, dass das Feuerlöschwesen der Gemeinde Stemel deutlich älter ist als das offizielle Gründungsjahr der Feuerwehr 1913. Schon zwischen 1881 und 1889 beschäftigten sich die Gemeinderäte intensiv mit dem Brandschutz. In der Sitzung vom 15. März 1883 wurde beschlossen, die Feuerspritze Nr. 9 der Firma August König (Köln) anzuschaffen, vorbehaltlich einer Beihilfe der Feuersozietät.

Im Jahr 1889 wurde der Schlossermeister Philipp Zöllner zum ersten Spritzenmeister ernannt und übernahm dieses Ehrenamt.

Nach mehreren größeren Bränden beabsichtigte das Amt Hüsten 1913, verpflichtende Brandschutzkräfte für Stemel einzusetzen. Daraufhin gründeten 48 Bürger noch im selben Jahr aus eigener Initiative die Freiwillige Feuerwehr Stemel. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Dorf etwa 220 Einwohner.

Gründungsmitglieder (Auswahl, alphabetisch)

Nachname Vorname Zusatz
BeckmeierJohannes
BlumeHeinrich
BrakelAugustjun.
BrakelEwald
BrakelJosef
GottschalkAnton
GottschalkBernhardsen.
HeckingAntonjun.
HeckingJosefI / II
HeckingTheo
HeinemannFritz
JunkerBernhard
JunkerFranzsen. / jun.
JunkerJohannes
KlugMatthias
MaasAnton
NolleFranz
OttoJohann
SchmelzerOtto
SchneiderFranz
SchrammeAnton
SchulteFranz / Josef / Johannes
TampierFritz / Johann / Wilhelm
WerthschulteAnton / Franz / Josef / Wilhelm
WisniewskiJosef
WulfClemens
ZöllnerPhilipp

Aufbaujahre (1913–1919)

Am 18.12.1913 verabschiedete die neue Wehr ihre Satzung. Feuerwehrchef wurde der damalige Gemeindebürgermeister Wilhelm Werthschulte. Weitere Ämter waren u. a. Stellvertretender Brandmeister, Spritzenmeister, Schriftwart, Steiger- und Zubringerführer sowie ein Kassenwart.

Die 1914 genehmigte Satzung enthielt aus heutiger Sicht sehr strenge Regelungen mit Verpflichtungen und Strafen – ein Zeichen für den hohen Ernst, mit dem die Aufgabe verstanden wurde.

Die erste Ausrüstung bestand aus Ledereimern, Handwerkzeugen und einer alten Handfeuerspritze, die im Forsthaus beim Förster Schneidermann untergebracht war. Uniformen oder Helme gab es nicht; Dienst und Übungen fanden in Zivilkleidung statt.

Bereits 1914 wurde das erste Feuerwehrfest gefeiert. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs unterbrach jedoch den Aufbau der Wehr. Viele Mitglieder wurden eingezogen, der Dienst wurde von den älteren Kameraden aufrechterhalten. Nach Kriegsende wurde die Wehr am 10.03.1919 neu belebt.

Zwischenkriegszeit und Zweiter Weltkrieg

In den 1920er-Jahren bewährte sich die Wehr bei zahlreichen Bränden, darunter mehrere Totalverluste von Fachwerkhäusern. 1927 wurden erstmals Uniformröcke angeschafft, 1929 folgte eine große Handdruckspritze.

1932 entstand ein Übungsturm nahe der heutigen Schützenhalle. 1934 wurde die Wehr organisatorisch als Löschzug Stemel der Freiwilligen Feuerwehr Hüsten eingegliedert.

Der Zweite Weltkrieg führte erneut zu personellen Einschnitten. Der Brandschutz wurde in dieser Zeit maßgeblich durch Frauen und ältere Kameraden sichergestellt.

Wiederaufbau und Modernisierung (1945–1975)

Nach dem Krieg wurde Hermann Dieckmeyer Brandmeister; Philipp Zöllner erhielt die Würde des Ehrenbrandmeisters. 1946 wurde eine gebrauchte Motorspritze beschafft und instand gesetzt. Beim Brand des Imprägnierhauses der Firma Schmacke & Kumpmann im Jahr 1948 bewährte sie sich erstmals.

In den folgenden Jahren wuchs die Wehr personell und technisch stark. 1950 wurde ein Tragkraftspritzenanhänger angeschafft, 1951 eine Ehren- und Altersabteilung gegründet.

Zum 40-jährigen Jubiläum 1953 erhielt die Wehr eine Fahne, die am 16.08.1953 kirchlich geweiht wurde. Zahlreiche Vereine stifteten Fahnennägel.

1963 wurde zum 50-jährigen Bestehen das LF 8 in Dienst gestellt. Im gleichen Jahr trat Hermann Dieckmeyer aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Mit der kommunalen Neugliederung am 01.01.1975 wurde die Wehr zur „Freiwilligen Feuerwehr Sundern – Löschgruppe Stemel“.

Neuzeit (1975 bis heute)

1977 fand erstmals ein „Tag der offenen Tür“ statt. Das Feuerwehrgerätehaus von 1964 wurde 1999 umgebaut und 2012 grundlegend saniert und erweitert.

1986 erhielt die Löschgruppe ein neues LF 8 (Iveco Magirus), das 2001 um einen Schnellangriff und einen 500-Liter-Tank ergänzt wurde.

Am 29.07.2014 wurde ein LF 10/6 in Dienst gestellt. Aufgrund steigender Einsatzzahlen folgte am 11.12.2024 ein neues LF 10 mit 2.000 Liter Löschwasser auf Mercedes-Atego-Allradfahrgestell. Das bisherige Fahrzeug wurde an die Einheit Hachen abgegeben.

Zum 112-jährigen Jubiläum richtete die Löschgruppe Stemel den Stadtfeuerwehr-Verbandstag der Stadt Sundern aus. In diesem Rahmen erhielt das neue LF 10 die kirchliche Weihe.

Aktuelle Situation

Die Löschgruppe Stemel verfügt derzeit über 19 aktive Feuerwehrkameraden sowie 8 Mitglieder der Ehrenabteilung. Der Ausbildungsstand kann als gut bezeichnet werden.

Letzte Einsätze
Personalstatistik
Abteilung Gesamt
Einsatzabteilung 19
Ehrenabteilung 8
Jugendfeuerwehr 6
Kinderfeuerwehr 0

Einheitsführung Stemel

Einheitsführer
BI Tobias Pommeranz
stv. Einheitsführer
OBM Christian Stein

NOTRUF 112 - Aber richtig!