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Wohin in welchem Alter?

  • 10-18 - Jugendfeuerwehr
    Am Ende der Jugendfeuerwehrzeit wechselt man automatisch in die Einsatzabteilung. Um den Übergang nicht allzu aprupt zu gestalten besteht schon ab 17 die Möglichkeit regelmäßig mit der Einsatzabteilung zusammen zu üben.
  • 18-66 - Einsatzabteilung
    Durch diese werden die Einsätze abgearbeitet.
  • Ab 66 - Ehrenabteilung
    Wenn gewünscht kann auch schon ab 60 in die Ehrenabteilung gewechselt werden. Bei besonderen Umständen, wie zum Beispiel schweren Erkrankungen, kann auch schon früher in die Ehrenabteilung gewechselt werden. Dadurch ist es jedem möglich in der Gemeinschaft der Feuerwehr zu bleiben.

Fragen und Antworten

Die notwendige persönliche Schutzausrüstung (PSA) wird von der Stadt Sundern gestellt. Sie besteht aus einem Einsatzanzug, Sicherheitsstiefeln, Handschuhen und dem Feuerwehrhelm.
Die Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr ist ein Ehrenamt und wird nicht entlohnt. Allerdings erhalten die Arbeitgeber von Feuerwehrmännern und ­-frauen, die an einem Einsatz teilgenommen haben, den während des Einsatzes fortgezahlten Lohn bzw. das Gehalt von der Gemeinde erstattet. Selbstständige erhalten für Einsätze Erstattungen ihres Verdienstausfalls.
Für die Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr ist kein Mitgliedsbeitrag erforderlich. Es gibt allerdings bei jeder Einheit unterschiedliche Finanzierungsmodelle für Getränke und evtl. Essen während der Dienste, für Veranstaltungen oder auch Ausflüge.
Technik, Sport und Spaß: bei der Jugendfeuerwehr kann man von spannenden Feuerwehr-Inhalten bis zu Freizeiten und Ausflügen eine Menge erleben und lernen. Wer wissen will, was die Leistungsspange ist, sich zum Thema „Neue Medien“ oder Naturwissenschaften fortbilden will oder ganz einfach neue Freunde treffen will, der nimmt Kontakt zur lokalen Jugendfeuerwehr auf. Mehr Infos gibt es unter: www.jf­nrw.de oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
In der Stadt Sundern wurde bisher noch keine Kinderfeuerwehr gegründet. Generell bieten Kinderfeuerwehren Mädchen und Jungen die Möglichkeit sich spielerisch mit dem Thema "Brandschutz" auseinanderzusetzen und natürlich viel Spaß rund um das Thema Feuerwehr. Mehr unter: www.vdf-nrw.de/wir/kinderfeuerwehr
Aktive Mitglieder sind in verschiedenen Rollen für die Freiwilligen Feuerwehren tätig. Wer seine Zeit aus unterschiedlichsten Gründen aktuell nicht zur Verfügung stellen kann, hat die Möglichkeit seine Mitgliedschaft ruhen zulassen. Und wer die Freiwilligen Feuerwehren finanziell unterstützen möchte, kann Mitglied in dem Förderverein seiner Feuerwehr werden. Wichtig ist: Geänderte Lebensumstände, Beruf oder Familie machen es nicht immer möglich, rund um die Uhr verfügbar zu sein. Deshalb bieten wir flexible Modelle an bzw. testen diese zur Zeit, damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ihren Beitrag leisten können.
Jede Feuerwehr bietet die Möglichkeit, bei Übungsabenden reinzuschnuppern und die Tätigkeiten sowie die Feuerwehrmitglieder kennenzulernen. Eine Tätigkeit im echten Einsatz ist aber verständlicherweise auf Probe nicht möglich. Hierfür bedarf es einer gewissen Grundausbildung. Beim Schnuppertermin lernt man aber auf jeden Fall schon einmal die Wache, das Team und die Atmosphäre kennen. Und darauf kommt es ja am meisten an.
Anfragen bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder einfach Bekannte Fragen, die schon in der Feuerwehr sind.
Zunächst mal Begeisterung für das Ehrenamt und dafür, Menschen zu helfen. Für den Einsatzdienst ist eine gewisse technische Affinität von Vorteil, alles weitere wie z.B. Erste Hilfe wird in der Grundausbildung trainiert. Deutsche Sprachkenntnisse sind für alle Interessentinnen und Interessenten wichtig, ansonsten kommen die Vorkenntnisse ganz auf die Tätigkeit an, die man ausüben will. Wer in der Einsatzplanung helfen will, sollte ein gutes Organisationstalent haben, wer Kommunikation macht, sollte die deutsche Rechtschreibung beherrschen. Für jedes Vorwissen bemühen wir uns, eine passende Tätigkeit zu finden. Und was noch nicht vorhanden ist, trainieren wir gemeinsam. "Für mich. Für alle." eben!
Das variiert je nach Tätigkeit. Die Grundausbildung mit entsprechenden Leistungsnachweisen ist für eine Verwendung im Einsatzdienst Pflicht. Für Einsätze mit Atemschutzgerät ist zudem der Nachweis der Atemschutztauglichkeit erforderlich.
Für den aktiven Einsatzdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr sind Personen zwischen 18 und 67 Jahren geeignet. Mit dem Ausscheiden der Angehörigen aus dem Einsatzdienst treten diese in die Ehrenabteilungen über. Eine gesetzliche Altersobergrenze für Angehörige außerhalb der Einsatzabteilung gibt es nicht. Ganz besonders freuen wir uns übrigens über Ehemalige, die Lust haben, ihr Wissen neuen Mitgliedern zur Verfügung zu stellen oder in unterstützenden Tätigkeiten mit anzupacken.
Generell unterscheidet man zwischen Grundausbildung, technischer Ausbildung und Führungsausbildung. Die Grundausbildung oder Truppfrau­ bzw. Truppmannausbildung wird auf Stadt­ebene durchgeführt und beinhaltet die Grundausbildung in der Freiwilligen Feuerwehr. Die Technische Ausbildung auf Stadt- und Kreisebene beinhaltet u.a. die Grundlagenlehrgänge Atemschutzgeräteträger und Sprechfunker. Die Führungsausbildung beinhaltet Einsatztaktische Maßnahmen, Baukunde, Führungslehre, Führungssysteme uvm. Sie befähigt zum Führen und zum Leiten von Einsätzen. Wichtig ist: wir legen viel Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung und lehren unter dem Motto "Für mich. Für alle."

Fragen und Antworten

Die Entfernung zwischen Arbeit, Zuhause und Feuerwache ist kritisch für den Einsatzdienst. Ein Umzug bedeutet aber nicht gleich, die Mitgliedschaft beenden zu müssen. Gemeinsam finden wir eine Lösung, zum Beispiel durch den Wechsel in eine andere Wache, andere Einsatzzeiten oder Wochenenddienste. NRW ist ein großes Bundesland mit einer hohen Dichte an Feuerwachen. Da dürfte für jeden, der sich engagieren möchte, etwas dabei sein.
Ein Wechsel des Arbeitgebers bzw. derArbeitgeberin kann, je nach lokaler Veränderung, auch die Gegebenheiten rundum die Einsatzmöglichkeiten verändern. Auf jeden Fall sollte vor dem Jobwechsel die Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr erwähnt werden, sie ist nämlich oft einenormer Pluspunkt!
Ganz klar: Prioritäten verschieben sich und viele unserer Mitglieder nehmen sich für die anstrengende Zeit der ersten Monate oder gar Jahre eine Auszeit. Wenn sich das Familienleben eingespielt hat und wieder Zeit für das Ehrenamt ist, begrüßen wir jedes Mitglied gerne zurück. Und übrigens: Der Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeitenfür die Feuerwehrleute ist auch bei uns ein großes Thema und bedarf ebenso fleißiger Helferinnen und Helfer.
Die Einsatzplanung stellt sicher, dass auch Feuerwehrleute ihren wohlverdienten Urlaub genießen können.
Die kurzfristige Einsatzbereitschaft stellt gerade Eltern vor eine schwierige Aufgabe. Deshalb wurden in NRW im Projekt Feuerwehrensache bereits Modelle mit Kinderbetreuung erprobt. Noch variiert das Angebot je nach Kommune und Feuerwache, wir arbeiten aber stetig daran, das Angebot auszubauen und zu fördern. In der Stadt Sundern gibt es momentan nur einige private Absprachen, wo die Partner der Kameraden und Kameradinnen während Übungen und eventuellen Einsätzen auf die Kinder der anderen mit aufpassen.
Sollte es sich ergeben, dass zum Beispiel wegen eines auswärtigen Studiums oder einem Hausbau für längere Zeit nicht am Feuerwehrdienst teilgenommen werden kann, bestehen auch hier individuelle Möglichkeiten in der Feuerwehr zu bleiben. So zum Beispiel durch eine vorübergehende Freistellung.

Arbeitgeber & Feuerwehr

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Unternehmen zu haben, kann ein enormer Vorteil sein. Nicht nur, weil sie sich direkt als Sicherheits-, Gesundheits- oder Brandschutzbeauftragte qualifizieren, sondern weil sie auch vom Wesen her allerbeste Tugenden an den Tag legen: Kameradschaft, Einsatzbereitschaft, Flexibilität und Hilfsbereitschaft. Und für die Einsatzzeiten wird dem Arbeitgeber/der ArbeitgeberinLohnausfall erstattet. Das heißt, auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können unter dem Motto "Für mich. Für alle." etwas zur Gemeinschaft beitragen.
Wenn die Arbeitgeberinnen bzw. Arbeitgeber ihre Mitarbeiter/-innen für Einsätze, Ausbildung und Übungen freistellen, erhalten sie für den Ausfall die gesetzlich vorgesehene Kostenerstattung. Auch Selbständige haben Anrecht auf diese Kostenerstattung. Ein Merkblatt dazu finden Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber hier: https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_vbl_show_pdf?p_id=18882
Unternehmen können die Freiwilligen Feuerwehren vor Ort auf vielfältige Art und Weise unterstützen. Sei es durch eine Kultur, die das Ehrenamt unterstützt und flexibel auf Trainings-­oder Einsatzzeiten reagiert, durch Spenden (Mitgliedschaft im Förderverein), Räumlichkeiten für Trainings, Sachspenden für Feuerwehrveranstaltungen oder Örtlichkeiten für Übungen. Gerade mit Letzteren können viele Betriebe neue Reize anbieten, weil die Feuerwehren dann nicht zum 10. Mal die Personensuche in der eigenen Fahrzeughalle üben müssen.